zur Startseite

Die Anfänge der RHODO

Die Stadt Westerstede (Kreisstadt des Ammerlandes) führt zusammen mit den Baumschulbetrieben aus dem Landesverband Weser-Ems im Bund deutscher Baumschulen vom 17. bis 26. Mai 2014 zum 14. Male die RHODO durch.

Zunächst (in den 70er Jahren) nur als Freiluftausstellung veranstaltet, bei der der Marktplatz und einige Straßen des Innenstadtbereiches in einen blühenden Garten verwandelt wurden, ist im Jahre 1982 erstmalig eine Leistungsschau der oldenburgischen und ostfriesischen Baumschulen in einer Ausstellungshalle durchgeführt worden. Der großartige Erfolg dieser Ausstellung hat die Veranstalter ermutigt, die RHODO in einem noch größeren Rahmen künftig alle vier Jahre, jeweils zum Pfingstfest oder in der Himmelfahrtswoche - zur Blütezeit der Rhododendronpflanzen - zu wiederholen und allmählich zu einer Fachausstellung hinzuführen, in der sich sowohl Fachleute als auch Hobbygärtner vom Leistungsstand der oldenburgisch-ostfriesischen Baumschulen überzeugen können. Aus diesem Grunde werden zur RHODO 2014 die reinen Pflanzflächen in den Ausstellungshallen und im Freigelände nochmals erweitert. Ausgestellt werden alle in den Baumschulbetrieben gezogenen Pflanzen, insbesondere blühende Rhododendren und Azaleen, aber auch Beispielgärten.

Besonders in den Monaten Mai und Juni eines jeden Jahres verwandeln die vielen Baumschulbetriebe das Gebiet um Westerstede in eine blühende Parklandschaft. Der Reisende, der in dieser Jahreszeit in Richtung Westerstede fährt, wird erstaunt sein von der Blütenpracht, die ihm die Natur darbietet.

Diese Farbenpracht findet dann zur RHODO im Zentrum von Westerstede ihren Höhepunkt. In unmittelbarer Nähe des schon von weitem sichtbaren wuchtigen und zugleich markanten Kirchturmes der St. Petri-Kirche werden auf einer Fläche von über 20.000 qm alle in dem oldenburgisch-ostfriesischen Raume gezüchteten Rhododendron- und Azaleen-Sorten in voller Blüte gezeigt.

Es ist eine ganz besondere Leistung der Baumschulbetriebe, alle Sorten (früh-, mittelfrüh- und spätblühende) zum gleichen Zeitpunkt in Blüte zu haben. Dies geschieht dadurch, dass die frühblühenden Sorten in Kühlhäusern in ihrer Entwicklung gehemmt und die spätblühenden Sorten in Gewächshäusern vorgetrieben werden.

Erst dadurch hat der Besucher die Möglichkeit, alle Sorten in einem so kurzen Zeitraum in voller Blüte zu sehen. Eine ähnliche Ausstellung gibt es nicht noch einmal in der Bundesrepublik.

Die RHODO ist daher auch nicht mit den Blumenschauen zu verwechseln, die ja in zahlreichen Städten der Bundesrepublik durchgeführt werden. Weiterhin ist festzuhalten, dass die Ammerländer Rhododendronzucht auf ein über 225-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Denn im Jahre 1784 stellte der Herzog Peter Friedrich Ludwig den Gartenkünstler Carl Ferdinand Bosse als Hofgärtner in seine Dienste, der den Planentwurf für den Rasteder Schlossgarten zu erstellen hatte. Carl Ferdinand Bosse war ein Schüler des großen englischen Garten- und Landschaftskünstlers Lancelot Brown. Man kann daher sagen, dass die Geburtsstunde der hiesigen Baumschulen etwa in diesem Jahre zu suchen ist, mit dem Beginn der Tätigkeit des Carl Ferdinand Bosse. Fortgesetzt wurde diese Tätigkeit als Hofgärtner von seinem Halbbruder Christian Ludwig Bosse. 1814 wurde Julius F. W. Bosse, Sohn von C. F. Bosse, zum neuen Hofgärtner in Oldenburg berufen. Mit seiner Einstellung wurde auch die Hofgartenverwaltung von Rastede nach Oldenburg verlegt. 1855 erhielt J.F.W. Bosse die Ernennung zum Hofgarteninspektor. Unter der Bosse- Dynastie entspann sich ein ausgedehnter Tauschhandel mit befreundeten Gärtnereien. Inzwischen gibt es durch Weiterzüchtungen über 15.000 verschiedene Sorten und Formen von Rhododendronpflanzen.

Verbunden mit der Rhododendron-Ausstellung ist die gewerbliche Ausstellung „Gesunde Lebensart & grünes Wohnen“ rund um Haus und Garten, Gesundheit und Wellness, Freizeit und Hobby. Bunte Kultur und Kulinaria an allen Tagen runden das RHODO-Programm ab.